gesteuerte Geweberegeneration

Anhand von Knocheninduktions- und Knochenwiederherstellungspreparaten (BioOss, BioGide, BioGen, BioCollagen) ist es uns möglich, Operationen zur Rekonstruktion der zurückgebildeten zahnumgebenden Strukturen durchzuführen, wie die Rekonstruktion der durch Zahnfleischentzündung beschädigten Knochen, die Rekonstruktion der Knochen vor Einsetzung des Implantats sowie eine Rekonstruktion des weichen Zellgewebes, welches den Zahn umschließt.

Wann wenden wir die gesteuerte Knochen Regeneration (GBR) an?

  1. Parodontitis - Diese Zahnfleischerkrankung wird durch Bakterien auf dem Zahnbelag verursacht. Die Bakterien verursachen eine Beschädigung des stützenden Zahngewebes. Das Gewebe, welches den Zahn stützt, verschwindet, und das Ligament mit seinem umgebenden Knochen wird zerstört. Das Resultat ist dann der Zahnverlust.
  2. Spitzenauswechslung - Dieser Effekt wird durch eine Entzündung an der Zahnwurzelspitze verursacht. Durch solche Entzündungen wird die Knochenstruktur zerstört.
  3. Zahnziehen - Nachdem ein Zahn gezogen wurde, muss die hohle Zahneinfassung mit dem Knocheninduktionsgranulat gefüllt werden, um den Gewebeschwund der Alveole zu vermeiden.
  4. Verwendung eines Implantats
    • wenn der eigene Knochenbestand des Patienten unzulänglich und die Einsetzung eines Implantats erforderlich ist;
    • wenn der ungenügende Knochenbestand das sichtbare Implantatsgewinde nicht umschließt;
    • wenn die Alveole zu schmal ist;
    • wenn die Höhe der Alveole zu klein ist.
  5. Zuwachs - Knocheninduktionsteilchen werden in den Knochenschwund gefüllt.
  6. Membranenbeschichtung - Sie festigt die Knocheninduktionsteilchen und sorgt so für eine korrekte Knochenrekonstruktion.
  7. Kiefernhöhlenerweiterung (Sinus lift) - Auch bekannt als Kiefernlifting (Verdickung des Grundknochens des Kiefers), wo das Implantat eingesetzt werden soll (im seitlichen Teil des Oberkiefers).

Gesteuerte Geweberegeneration

An den Stellen, wo keine Zähne mehr vorhanden sind, erfolgt eine Rückbildung (Atrophie) des umgebenden Gewebes (des Zahnfleischsaumes (Gingiva) und des Knochens, der den Zahn umgibt). Je mehr Zeit vergangen ist, seit dem Zahnverlust, desto größer ist die Atrophie. Folglich, wenn wir den fehlenden Zahn durch ein Implantat ersetzen, muss zudem das Gewebe, welches zuvor vorhanden war, wiederhergestellt werden. Die einzelnen Stadien der Behandlung können 3 bis 12 Monate dauern. Dies ist abhängig vom Grad des Zahnfleischsaumenrückgangs. Wir nutzen Knochenwiedereinsetzungspreparate, Membranen und manchmal Zahnfleischsaumentransplantate. Der gesamte Prozess wird als weiches Gewebemanagement bezeichnet.